Ein Tag wie bei der Berufsfeuerwehr am 27.08.2005

Der Vorletzte Ferientag der Kinder und Jugendlichen, der Jugendfeuerwehren Grüna, Einsiedel und Altchemnitz sollte noch einmal etwas ganz besonderes werden.

So trafen sich die Jugendfeuerwehren Punkt 7:00 Uhr, (nein, nicht wie gehabt im Gerätehaus der Feuerwehr Altchemnitz) sondern in der Feuerwache 3 der Berufsfeuerwehr in der Jagdschänkenstraße. Dies sollte der Stützpunkt für diesen Tag sein.

Pünktlich 7:30 Uhr sammelten sich alle zum morgendlichen Appell. Danach ging es zur Inspektion der Fahrzeuge, die Gerätschaften sollten ja auch an diesem Tag  Einsatztüchtig sein.

7:45 Uhr gab es für alle eine kleine Stärkung, das Frühstück. Im Angebot waren Rauchwurst, Bockwurst oder Wiener dies alles im Brötchen.

 

 

Frisch gestärkt wurden die Jungkameraden in 2 Gruppen aufgeteilt. Auf dem Plan stand die Besichtigung der Feuerlöschübungsanlage (FLÜ) bzw. die Atemschutzübungsstrecke (ASÜ). In der FLÜ durfte man mal frischen Wind schnuppern wie es ist in einem Brandraum vorzugehen wenn er stark verqualmt ist. Interessanter war allerdings für viele das begehen der ASÜ. Hier durften die Kinder und Jugendlichen in kleinen Gruppen aufgeteilt durch die Käfige kriechen was allen sichtlich Spaß bereitet hat. So wurde auch die Endlosleiter, das Armergometer sowie das Laufband reichlich genutzt.

Noch nicht ganz fertig schrillten kurz nach 9:00 Uhr die Alarmglocken in der Feuerwache. Alle lauschten gespannt auf die Alarmdurchsage. "Meldereinlauf, Spitzenheizwerk Altchemnitz, Südstraße1, Menschenleben in Gefahr!"

Sofort wurden die Fahrzeuge besetzt und der Löschzug setzte sich in Bewegung.

An der Einsatzstelle wurde zunächst in der BMA das Alarmschreiben ausgefasst. Im Bereich der Schaltwarte war bereits eine Rauchentwicklung feststellbar und ein Arbeiter meldete noch zwei vermisste Kollegen. Das Objekt wurde in 2 Abschnitte aufgeteilt. Im Abschnitt 1 ging die Jugendfeuerwehr Altchemnitz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor und die Kameraden von Grüna stellten die Wasserversorgung sicher und unterstützen schließlich die Altchemnitzer bei der verletzten Versorgung.

Im Abschnitt 2 kam die Jugend von Einsiedel zum Zuge. Auch hier galt es Menschen leben zu retten und den Brand zu bekämpfen.

Nach etwa eineinhalb Stunden wurde diese Übung gut beendet.

Der Löschzug setzte sich wieder in Bewegung Richtung Stützpunkt Feuerwache 3. Doch auf dem weg dahin ertönten die Funkmelderempfänger der Gruppenführer und es ging zum Nächsten Einsatz.

Der Auftrag lautete diesmal "Wasserrettung im Schloßteich, Schloßteichstraße, 2 Personen in Notlage"!

Vorort gestaltete sich die Lage so das 2 Kinder auf der Insel mehr oder weniger verletzt festsaßen. Mittels zwei Schlauchbooten wurden die Kinder wieder ans sicher Ufer gebracht und versorgt.

Nachdem alle Gerätschaften wieder sicher verstaut waren, machte man sich auf dem Weg zurück zum Stützpunkt.

Die Uhr zeigte mittlerweile weit nach zwölf und man hoffte ohne Alarm in die Feuerwache zugelangen um das Mittagessen einnehmen zu können. Kurz vor halb eins waren alle wieder am Standort und die Feldküche der Feuerwehr Adelsberg köchelte schon. Es gab Kartoffelsuppe und es ließen sich alle reichlich schmecken.

Nach einer Mittagspause wurden 13:30 Uhr die Gruppen noch einmal für die FLÜ und ASÜ getauscht, so das jeder einmal in den genuß kam dies zu erleben.

Die Uhr zeigt mittlerweile 14:15 Uhr und es war lange verdächtig ruhig. Es sollte auch nicht lang auf sich warten lassen so ertönte 14:20 Uhr zum dritten mal für diesen Tag der Alarmgong.

Es sollte nach Grüna gehen, zu einem Kuhstallbrand in der Feldstr.44, Menschenleben in Gefahr.

Wieder setzte sich der Jugendlöschzug in Bewegung. In Grüna angekommen bot sich folgende Lage.

Im Nebengebäude der Stallung war eine starke Rauchentwicklung feststellbar und es wurden 3 Personen vermisst.

Auf der Rückseite stand ein Holzstapel und eine Flüssigkeit in Flammen.

Auch hier wurden 2 Abschnitte gebildet. So kamen im Abschnitt 1 die Kameraden von Grüna und Einsiedel zum Einsatz.

Die Jungkameraden von Grüna bauten eine Wasserversorgung über lange Wegstrecke auf, während die Kräfte von Einsiedel zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vorgingen. Nach dem Aufbau der Wasserversorgung unterstützen die Grünaer die Einsiedler bei der Versorgung und Betreuung der Verletzten Personen.

In der zwischen Zeit bemühten sich die Kameraden von Altchemnitz im Abschnitt 2 der Lage Herr zu werden was Ihnen auch schnell gelang. So bekämpften Sie mit der Mittelschaumpistole den Flüssigkeitsbrand und mit zwei Rohren den brennenden Holzstapel.

Nach fast zwei Stunden war auch diese Aufgabe meisterlich erledigt worden und es ging zur Feuerwache eins zum Schläuche tauschen.

Gegen 16:30 Uhr waren alle wieder gesammelt in der Feuerwache 3 und dem ein oder anderen war auch schon die Müdigkeit anzusehen.

Gegen dreiviertel fünf gab es einen Abschlussappell für diesen Tag, sowie eine kleine Auswertung.

Danach gab es einen schönen Ausklang für diesen Tag mit gegrillten Würstchen und Steaks was sich auch alle kräftig schmecken ließen. Es war wieder mal eine Gelungene Aktion und es hat auch allen sehr Spaß gemacht.

 

Im Anschluss seien doch ein paar Dankende Worte gesagt für die gute Zusammenarbeit und für den Reibungslosen Ablauf an diesem Tag,

 

- Herrn M. Gläser (Hauptorganisator und Jugendwart Altchemnitz)

- Herrn St. Süß und der Abteilung 37.5

- Herrn Th. Pekruhl BF Chemnitz (Stadtjugendfeuerwehrwart)

- Herrn Th. Kablau (EFD an diesem Tag)

- Herrn M. Uhlig (Zugführer an diesem Tag)

- der Wachschicht 2, der Feuerwache 3 (Durchführung FLÜ & ASÜ)

- dem Fototeam (die uns auf Schritt und Tritt zur Seite standen)

- Herrn H. Voigt (Organisation des Objekts in Grüna)

- ein besondere Dank für Speis und Drank an Th. Georgi und seiner Feldküche (FFw Adelsberg)

- sowie an alle Helfer der Feuerwehren Einsiedel, Grüna und Altchemnitz

Ein großer Dank gilt natürlich auch den Kindern und Jugendlichen die eine einzigartige Leistung gezeigt haben und an diesem Tag ein sehr diszipliniertes Verhalten hervor gebracht haben.

Mirko Geißler (stellvert. JFw)