Bericht zur 17. Ausbildungswoche vom 17.07. - 22.07.2017

Tag 1 Montag 17.07.:

2 Mädchen, 6 Jungen und 2 Betreuer aus verschiedenen Feuerwehren der Stadt trafen sich um 8.30

 

Uhr in der Feuerwache 3 in Chemnitz um sich auf den Weg nach Nardt in die Landesfeuerwehr-

und Katastrophenschutzschule zu machen. Kurz vor dem Mittag angekommen bezogen wir unsere

 

Quartiere und gingen zum Mittag essen. Nach dem Mittag trafen wir uns zu einem kurzen Gespräch

und haben besprochen wer welche Aufgabe in der Gruppe übernehmen könnte. Nach der offiziellen

Eröffnung durch den Landesjugendfeuerwehrwart Andreas Huhn, sind unsere Betreuer zur

Besprechung gegangen. Danach stand es fest unsere Gruppe wird mit einen Kameraden aus Thum

aufgefüllt, so das wir nun neun Mann sind. Das war aber noch nicht alles, 6 von uns sollte eine

zweite Gruppe aus Seifhennersdorf auffüllen, was heißt die 6 mussten alles zwei mal bewältigen.

Nach einem kurzen Rundgang über das Gelände, haben uns die Betreuer die Stationen erklärt und

wir haben die Positionen eingeteilt. Dann haben wir den Abend gemeinsam in Ruhe ausklingen

lassen.

 

Tag 2 Dienstag 18.07.:

Der 2. Tag startet um 7.40 Uhr, da gab es Frühstück. Um 9 Uhr kam die Hundestaffel der Polizei

und des DRK zu Besuch. Wir erhielten Einblick in die Ausbildung und die Fähigkeiten der Hunde.

Ich muss sagen es ist schon ziemlich beeindruckend was die Tiere leisten können. Danach ging es

mit dem Training für die Leistungsspange los. Für uns stand als erstes der Löschangriff auf dem

Plan. Hierbei wird ein schulungsmäßiger Löschangriff nach FwDV 3, unter Einhaltung der

vorgegebenen Bedingungen ohne Annahme von besonderen Lagen und Ausfall von Kräften,

vorgetragen. Dann ging es zum Mittagessen, in der Mittagspause besuchten wir die

Atemschutzübungsstrecke der Landesfeuerwehrschule und durch liefen diese alle einmal. Gleich

danach ging es zu den anderen Stationen wo ich etwas später näher drauf eingehen werde. Wir

mussten natürlich erst mal überall rein kommen aber für den ersten Tag lief es schon ganz gut. Nach

dem Abendbrot sind wir zum See gefahren und kühlten uns nach einem anstrengenden aber schönen

Tag ab. Der Sonnenuntergang am See bildete den krönenden Abschluss des Tages.

 

Tag 3 Mittwoch 19.07.:

Wir starteten wie Dienstag in den Tag. Das Training begann 9 Uhr. Als erstes waren wir die

feuerwehrtechnischen Sachen dran. Nach der Mittagspause ging es bei über 30°C im Schatten zum

See und das Training wurde auf den Abend verschoben. Wir kühlten uns bei Eis und im Wasser ab.

Am Abend konzentrierten wir uns auf den Sportteil. Beim Kugelstoßen gab es noch kleine

Probleme. Beim Kugelstoßen ist eine Kugel durch je einen Stoß aller 9 Angehörigen der Gruppe

insgesamt 55 Meter weit zu stoßen. Die männlichen Bewerber haben dabei eine Kugel von 4 kg

Gewicht und die weiblichen Bewerber eine Kugel von 3 kg Gewicht zu verwenden. Mit dem letzten

Stoß muss mindestens die 55 Meter Marke erreicht werden, wenn die Leistung erfüllt sein soll.

Danach absolvierten wir den Staffellauf. Der Staffellauf erfordert das Durchlaufen einer Strecke

von 1.500 Meter durch alle 9 Angehörigen der Gruppe in beliebig einzuteilende Teilstrecken. Dies

erfolgt je nach Leistungsfähigkeit der Teilnehmer. Der Staffellauf sollte zu unserem Sorgenkind

werden. Das legten wir aber erst mal bei Seite und lasen uns die Infotafeln der

 

Landesjugendfeuerwehr durch. Der Landesjugendwart nahm sich nur für uns die Zeit und erklärte

uns diese näher.

 

Tag 4 Donnerstag 20.07.:

Noch ein Tag bis zur Abnahme!

Am Vormittag durch liefen wir die feuerwehrtechnischen Stationen. Die Schnelligkeitsübung lief

Prima, das Training machte sich bezahlt. Die Schnelligkeitsübung

stellt die Wasserförderung über eine lange Wegstrecke dar. Weil es sich um eine Übung der

 

Jugendfeuerwehr handelt, werden anstatt von B-Druckschläuchen (Kuppeln mit zwei Personen) C-

Druckschläuche verwendet. Es lief alles Klasse nur den Staffellauf haben wir immer noch nicht

 

geschafft. Wir haben die Hoffnung schon fast aufgegeben. Nach dem Training haben wir uns alle

nur noch ausgeruht, da uns alle der Muskelkater plagte.

 

Tag 5 Freitag 21.07.:

Der Tag der Tage!!! Die Abnahme der Leistungsspange!!!

Wir starteten mit unserem Sorgenkind dem Staffellauf. Kaum zu glauben wir haben es geschafft.

Das ganze Training hat sich tatsächlich bezahlt gemacht. Wir waren alle so erleichtert und mussten

jetzt nur noch den Rest schaffen. Das Kugelstoßen, der Löschangriff und die Schnelligkeitsübung

liefen super und waren bestanden. Die Fragebeantwortung konnten wir vorher nicht üben und

konnten es deshalb auch nicht einschätzen, wir waren aber guter Dinge. Bei der Fragebeantwortung

wird das Wissen der gesamten Bewerbergruppe in einem rund 15 minütigen Gespräch durch den

Wertungsrichter mit der Gruppe in einem Raum unter Ausschluss der Öffentlichkeit ermittelt. Das

Wissen soll das Grundwissen aus den geforderten Gebieten umfassen. Die Herkunft und die

örtlichen Gegebenheiten der Feuerwehr, von der die Bewerbergruppe kommt, sollten berücksichtigt

werden. Nach dem wir alles erledigt haben teilte sich unsere Gruppe auf die einen sind baden

gefahren und die anderen haben es sich bei einem Eis vom Italiener gut gehen lassen. Am Abend

zog uns ein Feuerwehrzauberer in seinem Bann und bei der anschließenden Disco ließen wir die

Anstrengungen der letzten Tage hinter uns.

 

Tag 6 Samstag 22.07.:

Heute stand nicht mehr viel an. Nach einem gemütlichen Frühstück, räumten wir unser Zimmer auf

und gaben diese ab. Um 10 Uhr war die Verleihung der Leistungsspange. Wir haben es geschafft

und sind alle überglücklich.

Resümee der Woche:

Die Woche ist nun zu Ende. Es war anstrengend aber trotz alle dem sehr schön. Die Anstrengungen

haben sich auf jeden Fall gelohnt, wir wurden mit der höchsten Auszeichnung der Deutschen

Jugendfeuerwehr, der Leistungsspange, ausgezeichnet. Wir haben gelernt das man im Team mehr

erreichen kann als ein einzelner und eine Gruppe nur so stark wie das schwächste Glied. Wir waren

ein super Team und hatten gemeinsam eine Menge Spaß. Ich werde noch lange an dieses Woche

zurück denken. Ich kann nur jedem empfehlen sich die eine Woche Zeit zu nehmen und bei der

Ausbildungswoche der Jugendfeuerwehr teil zu nehmen. Ein großer Dank geht an unsere Betreuer,

die uns immer mit Rat und Tat zur Seite standen und für ein Problem immer die richtige Lösung

hatten. Danke!

 

Lucie Auerswald

Jugendsprecher der JF Siegmar

 

Mit der Leistungsspange wurden folgende Jugendliche aus Chemnitz ausgezeichnet.

 

Filip Höhne, JF Rabenstein

Simon Kirst, JF Rabenstein

Friedrich Schmidt, JF Rabenstein

Dominic Resch, JF Rabenstein

Bastian Geßner, JF Euba

Jan Meier, JF Euba

Friederike Csidei, JF Stelzendorf

Lucie Auerswald, JF Siegmar

 

Noch ein paar Worte der Betreuer:

Herzlichen Glückwunsch an den 8 Jugendlichen aus Chemnitz zur bestanden Leistungsspange und

alles Gute für die weitere Tätigkeit in der Jugendfeuerwehr und Feuerwehr. Wir haben eine schöne

Woche mit euch verbracht. Ihr wart eine tolle Gruppe und habt unseren größten Respekt für die

Leistung die ihr gezeigt habt. Vor allem den 6, die als Füller in der 2. Mannschaft mit gemacht

haben, ziehen wir unseren Hut.

Ein großer Dank geht an die Wertungsrichter allen voran den Abnahmeberechtigen. Ihr habt immer

das richtige Fingerspitzengefühl gezeigt. Der Leitung der Landesjugendfeuerwehr, die uns immer

mit Rat und Tat zur Seite standen. Der Redaktion des Löschi Reports, die uns das ein oder andere

schmunzeln in das Gesicht zauberten. Dem Team der Landesfeuerwehrschule, die immer die

richtige Lösung für die kleinen Probleme hatten. Der Küchencrew, die uns rundum gut versorgt

haben und zu guter Letzt dem Reinigungspersonal, die dafür gesorgt haben das der Glanz der

Schule nicht verloren geht.

 

Felix Kunze (FF Wittgensdorf) und Andreas Richter (FF Siegmar)

 

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